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Warum haben Männer mehr kortikale Nervenzellen als Frauen? Warum sind wiederum bei diesen bestimmte Bereiche im Hippocampus größer? Und vor allem: Kann man mit diesen morphologischen Befunden Unterschiede im Denken, Fühlen und Handeln zwischen Mann und Frau erklären? Prof. Güntürkün, Biopsychologe aus Bochum, ist dem kleinen Unterschied aus neurowissenschaftlicher Sicht auf der Spur.
2010/07, S. 4
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Kaum ein Tag verging in den letzten Wochen ohne neue Enthüllungen über meist Jahrzehnte zurückliegende Missbrauchsfälle – vorwiegend in Internaten und kirchlichen Einrichtungen. Immer drängender erscheint deshalb die Frage, ob es Möglichkeiten der Früherkennung solcher Taten und ihrer Täter gibt. Professor Hartmut A. G. Bosinski, Leiter der Sektion für Sexualmedizin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, spricht im Interview über Häufigkeiten, Hell- und Dunkelziffern sowie mögliche Präventionsansätze.
2010/04, S. 4
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Der Nervenarzt stirbt aus – zumindest ist er in der Weiterbildungsordnung nicht mehr vorgesehen. Die Letzten ihrer Art kämpfen gegen Einbrüche bei den Regelleistungsvolumina, die Trends zu Spezialisierung und Schwerpunktpraxen sowie die Stigmatisierung ihrer Patienten und ihres Berufsbildes. Der Aachener Neurologe und Psychiater Dr. med. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte e. V. (BVDN), spricht über die Probleme der Niedergelassenen.
2010/02, S. 4
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In seinem ersten Leben war Rom Houben ein erfolgreicher Kampfsportler gewesen. Er hatte in Lüttich Ingenieurswissenschaften studiert und konnte vier Sprachen sprechen. Bis er 1983 mit seinem Auto verunglückte. Das Herz blieb stehen – sein Gehirn blieb ohne Sauerstoff. Rom Houben war klinisch tot. Die Rettungssanitäter reanimierten ihn. Aber weil er keine Reaktionen mehr zeigte, ordnete man ihn als Wachkoma-Patienten der hoffnungslosen Art ein. Ein Irrtum. Rom Houben war gelähmt, aber bei Bewusstsein. Niemand hörte seine lautlosen Schreie. 23 Jahre nicht. Dann wurde er entdeckt. Wie konnte so etwas passieren?
2009/12, S. 4
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Erst wenn die Erkrankung wieder ein prominentes Opfer gefordert hat, wie zuletzt den deutschen Nationaltorwart Robert Enke, gerät das Thema Depression des Mannes in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Wir sprachen mit PD Dr. A. M. Möller-Leimkühler über neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesem oft tabuisierten Thema.
2009/11, S. 6
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Jugendliche treten in der Frankfurter U-Bahn einen 51 Jahre alten Mann krankenhausreif. Was besonders irritiert: Die drei Angreifer waren keine jungen Männer, sondern betrunkene Mädchen, zwischen 17 und 19 Jahre alt. Tatsächlich werden Mädchen immer brutaler, wie eine Statistik des Bundeskriminalamtes zeigt. Die Zahl schwerer Körperverletzungen durch unter 21-jährige Frauen nahm in den vergangenen zehn Jahren um 72% zu. Ihr Anteil an der Jugendkriminalität hat sich in den letzten 15 Jahren vervierfacht. Auch in diesem Bereich wollen die Mädchen es den Jungen immer mehr gleichtun, so der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Franz Joseph Freisleder, Ärztlicher Direkter der Heckscher Klinik München für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.
2009/10, S. 4
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Interview mit Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
2009/09, S. 6
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Schmerzhafte Neuropathien sind bei der Chemotherapie maligner Tumoren keine Seltenheit. Hervorgerufen werden sie in erster Linie durch fünf Substanzgruppen: Platinderivate, Taxane, Vinca-Alkaloide sowie Bortezomib und Thalidomid. Chemotherapieinduzierte Neuropathien (CIN) sind noch schwieriger zu managen als hämatologische Nebenwirkungen und werden oft zu einem dosislimitierenden Faktor der Chemotherapie.
2009/06, S. 50
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Die Tiefe Hirnstimulation hat sich in den letzten Jahrzehnten behutsam und Schritt um Schritt zu einer etablierten Behandlungsmethode entwickelt. Im Gegensatz zum manchmal unkritischen Einsatz der läsionellen Chirurgie in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat sie sich durch sorgfältige Studien und eine präzise Beschreibung des Einsatzgebietes ihren Platz in der Therapie bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen, insbesondere bei der Parkinsonkrankheit, erarbeitet. Prof. Dr. med. Günter Deuschl, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Tiefen Hirnstimulation, gibt im Interview einen Überblick.
2009/06, S. 6
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Die verfügbaren Therapien der Multiplen Sklerose (MS) wirken im Wesentlichen auf die Entzündung der frühen Krankheitsphase, insbesondere bei der schubförmig remittierenden Verlaufsform. Ihre exakten Wirkweisen auf das Immunsystem sind dabei nur eingeschränkt verstanden. Zudem sind sie hinsichtlich der Entzündungsaktivität sowohl nach klinischen (Schubrate) als auch nach radiologischen Kriterien (neue T2- oder gadoliniumpositive Läsionen im MRT) lediglich partiell wirksam. Therapieversagen und Kriterien der Therapieoptimierung (Zeitpunkt, Schubrate, Behinderungsprogression) sind für die MS-Therapie nur unscharf definiert. Sie orientieren sich im klinischen Alltag an den Zulassungskriterien der in Frage kommenden Substanzen, die wiederum nicht immer den Einschlusskriterien der pivotalen Studien entsprechen.
2009/05, S. 48
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